Dezember
Ein Augenblick
Posted by casi at 8:00 AM. Placed in alltägliches category
Hey, nicht wundern, wenn es nicht Gweni ist, die Euch hier heute begrüßt. Mein Name ist Casi – naja, eigentlich Carsten – und ich schreibe normalerweise hier oder hier. Ein ganz netter Blogger-Geselle – Konna – hat in seinem Blog Gedankendeponie zum Blog-Julklapp aufgerufen. Das ist wie wichteln – nur halt mit Blogbeiträgen
Während einer der Teilnehmer in meinem Blog glänzen wird, versuche ich mich heute also hier als Gastautor – vielen Dank also schon mal an Gweni, die mich hier heute zu Worte kommen lässt
Im Vorfeld einer solchen Unternehmung informiert man sich natürlich ein wenig, wo man sich hier befindet, wer und welche Geschichte hinter dem Blog steckt. Da Weihnachten von je her schon nicht meine Lieblingsübung ist und mir durch das letztjährige Jahr noch zusätzlich verhagelt wurde, habe ich mir überlegt, wie man so kurz vor Weihnachten einen einigermaßen besinnlichen und passenden Eintrag hinbekommt, der so gar nichts mit Weihnachten zu tun hat.
Hin und wieder postet Gweni hier Gedichte, also wäre es doch mit Sicherheit passend, ein schönes Gedicht niederzuschreiben – war zumindest meine erste Überlegung. Meine zweite Überlegung war jedoch, dass man sich durchaus mehr Mühe mit einem Beitrag geben könnte, als nur per Copy and Paste irgendein Gedicht hier reinzustellen. Ihr merkt schon, ich lasse Euch hier an dem harten, steinigen Weg meiner Themen-Findung durchaus teilhaben
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich selbst bin nicht der Typ, der selbst Gedichte schreibt – allerdings hab ich hin und wieder das Bedürfnis, Songs zu schreiben und somit ist auch da der ein oder andere Text entstanden. Somit schreibe ich hier einen meiner Songtexte nieder, da es persönlicher ist, als die Worte eines anderen zu verwenden – und weil ich dabei ein wesentlich besseres Gefühl habe, schließlich habe ich dafür schon eine Menge Zeit und Energie eingesetzt und fühle mich nicht schlecht dabei, ihn hier reinzukopieren
Der Song heißt “Ein Augenblick” und beschreibt das Wechselbad der Gefühle, wenn man einen Menschen nicht immer dann um sich haben kann, wenn man es gerne möchte. Man ist hin- und hergerissen zwischen den elend langen Zeiten, die man diese Person nicht sehen kann und auf der anderen Seite die wunderschönen Momente, wenn man sie dann doch an seiner Seite weiß. Man weiß dann genau, dass es in Ordnung ist, so wenig Zeit mit der richtigen Person zu verbringen – richtiger, als alle Zeit der Welt mit Jemandem zu verbringen, der vielleicht nur halb so gut zu einem passt.
Ein Augenblick
Ein Augenblick – nicht gerad lang -
trennt mich von so vielen Stunden mit Dir…
Ein Gefühl – fast unbekannt -
läßt all meine Sinne vibrieren in mir…Ein Moment – wie ein Tag -
weiss nicht wie lang ich das Warten ertrag…
Eine Stimme – die mir sagt,
Ich hab schon viel zu ewig zu wenig gewagt…Das schönste Gesicht dieser Welt,
ich hab es in den Schlaf geküsst…
Nie war es schöner aufzustehn
ich liebe es, Dich schlafen zu sehn
Könnt’ weinen vor Glück, dass es Dich gibt,
alles fühlt sich auf einmal so richtig an,
kein zweifel daran, Du bist der Grund,
dass auf einmal alles passieren kann…Ein Augenblick – wie ein Traum
noch begreife ich es kaum…
Eine Hand, die meine hält
macht mich zum glücklichsten Mann dieser Welt…Ein Wort von Dir in meinem Ohr
Ich komm’ mir geborgen vor…
Ein Prinzip, das Hoffnung heisst
verspricht mir, dass Du für immer bei mir bleibst…Das schönste Gesicht dieser Welt,
ich hab es in den Schlaf geküsst…
Nie war es schöner aufzustehn
ich liebe es, Dich schlafen zu sehn
Könnt’ weinen vor Glück, dass es Dich gibt,
alles fühlt sich auf einmal so richtig an,
kein zweifel daran, Du bist der Grund,
dass auf einmal alles passieren kann…
Ironie des Schicksals, Zufall oder einfach nur das größte Glück, dass ich je hatte: Erst nach dem Schreiben dieses Liedes habe ich den Menschen gefunden, auf den jedes Wort und jedes ausgedrückte Gefühl tausendprozentig zu passen scheint. Geschrieben habe ich das Lied in einer Zeit, in der ich weit davon entfernt war, einen solchen Menschen zu finden und eigentlich auch nicht wirklich auf der Suche war. Vielleicht wirklich einfach das Prinzip Hoffnung
Aus dem “Augenblick” sind mittlerweile immerhin schon mehr als viereinhalb Jahre geworden und ich bin guter Dinge, dass wir da noch eine Menge Jahre dranhängen können und werden – mit vielen wundervollen Augenblicken.
Lasst Euch die Weihnachtszeit nicht verhageln durch Jemanden wie mich, der diese Zeit nicht so besonders schätzt
Andererseits solltet Ihr aber auch nicht nur in dieser Zeit in Euch gehen und überlegen, wer die wichtigen Menschen in Eurem Leben sind und wie man sie zu Weihnachten glücklich machen kann. Es gibt über 360 geignetere Tage im Jahr, das zu tun – Frohes Fest
Tags: Blog Julklapp, Gedankendeponie
casi, erst einmal danke für deinen heutigen beitrag und dann gleich ein riesen lob….besser kann man so etwas nciht ausdrücken und dein song…einfach genial und wunderschön…..ich finde es wunderschön, dass es nun hier meinen blog ziert und werde es sicher immer wieder mal lesen und während ich in gedanken deinen beitrag noch einmal durch ging fiel mir folgendes ein:
vor 3 wochen haben der allerbeste ehemann und ich unser büro mal ausgemistet…also endlich mal all die vielen dinge die man aufhebt aus gründen die man schon längst nciht mehr weiß um dann festzustellen, dass man viel zu viel rumliegen hat…also genau bei dieser aktion, bei der auch unzählige kalender usw wegflogen, fiel mir mein alter terminplaner für die handtasche in die hände….der umschlag schon recht abgegriffen hielt ich ihn gedankenverloren in den händen und mir fiel ein, wie oft er mich auf reisen begleitet hatte, gedichte und liedtexte aufnahm und ich blätterte darin rum, als mir ein zettel entgegen fiel und ich las uch mußte lächeln….dort stand: wo mag er sein, wie mag es ihm gehen, fühlt auch er schon die nahende zukunft, fühlt auch er, dass wir uns lieben werden für alle ewigkeit…..mein mann sah mich verwundert an, weil ich gedankenverloren aus dem fenster sah und ich erzählte es ihm und las ihm den zettel vor…er mußte lachen und meinte: ich wußte es doch, du bist meine kleine hexe…geschrieben hatte ich das 1989 am lausanner see…genau 9 jahre bevor ich meinen mann traf und wie uns hals über kopf verliebten und unser leben trotz aller widigkeiten einfach wunderschön wurde….und genau daran muss ich nun denken, während ich mich in den alltagsstreß stürzen werde….danke casi, für diesen anstoß…gweni
Danke für das Lob, Gweni – sei froh, dass Du nicht meinen Gesang zu dem Text hören musstest
Und eine sehr schöne Geschichte mit dem Zettel – ich habe auch noch so alte Zettelsammlungen, vielleicht sollte ich da auch mal wieder einen Blick drauf werfen
Wahre Worte und ein sehr schöner Text! Danke.
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